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Die Gedenkstätte der Stiftung Kreisau würdigt Widerstand und Opposition in den totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Es wird an Menschen und Gruppen aus ganz Europa erinnert, die unter hohem persönlichen Risiko das Recht, die Freiheit und die Würde des Menschen verteidigten.
 
Die Gedenkstätte ist in erster Linie eine Lernwerkstatt für einen entdeckenden und gestalterischen Umgang mit Geschichte, kein Museum, sondern ein Ort der Erinnerung und Begegnung, ein Ort des gemeinsamen Nachdenkens über Vergangenheit und Zukunft. Sie stellt eine Bibliothek, eine Mediothek und eine Dauer-Ausstellung zur Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts bereit. Die Gedenkstätte kooperiert mit vergleichbaren Institutionen des In- und Auslands, organisiert wissenschaftliche Tagungen (zusammen mit der Europäischen Akademie) und gibt Publikationen heraus.

Zentrum der Gedenkstättenarbeit ist das oberhalb des Gutshofes gelegene Berghaus, Wohnhaus der Familie von Moltke seit 1928 und Tagungsort des "Kreisauer Kreises" in den Jahren 1942/43, das nach 1990 als Wohn- und Arbeitsort wiederhergestellt worden ist.
Neben den öffentlichen Räumen im Erdgeschoss mit Mediothek und einem Gedenkraum an die Mitglieder des Kreisauer Kreises beherbergt das Haus im 1. Stock eine Familienwohnung und das Büro der Gedenkstätte, im 2. Obergeschoss unter dem Dach des Hauses befinden sich drei Gästezimmer für Stipendiaten.