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european spirit auch für benachteiligte?
Vom 23.-26.10. fand in Kreisau, Dzier¿oniów und Wroc³aw ein durch das „Programm Jugend in Aktion” gefördertes Treffen von Jugendarbeitern aus Deutschland, Polen, Ukraine und Ungarn statt. Ziel des Treffens war es, gemeinsame Projekte auf europäischer Ebene für benachteilige Jugendliche zu diskutieren. Zielgruppe sollen vor allem Jugendliche sein, die aus sozial und ökonomisch schwachen Familien kommen, Lernschwierigkeiten haben oder durch sonstige Problemlagen in ihrer Entwicklung eingeschränkt sind.

Alle internationalen Teilnehmer arbeiten in ihrem Land selbst in Einrichtungen, die solche Jugendliche als Zielgruppe haben und waren sehr interessiert an der Planung möglicher gemeinsamer Projekte. So wollen sie ihren Jugendlichen ermöglichen, auch einmal über den Tellerrand zu schauen und ihnen ein Stück Europa zum Anfassen bieten.

Um einen Eindruck von der Situation in Polen zu erhalten, wurden wir vom OHP Dzier¿oniów sehr herzlich empfangen, welche mit Berufsschülern der Region arbeiten und mit denen die Stiftung Kreisau in diesem Jahr schon erfolgreich Projekte durchgeführt hat. Gemeinsam besichtigten wir eine Schule der beruflichen Bildung in Dzier¿oniów und diskutierten nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Stadt dann im Buero von OHP die Situation von polnischen Jugendlichen und die Arbeit von OHP. Besonders spannend war für die Teilnehmer die relativ breit angelegte Unterstützung durch das OHP für benachteiligte Schüler an Berufsschulen, die Motivation der dortigen Mitarbeiter. Auch die Ausstattung der Schule selbst und das Engagement der dortigen Lehrer war ein Zeichen davon, dass sogar eine kleine regionale Schule in Niederschlesien im Europa von heute angekommen ist: die technische Ausstattung war auf dem neusten Stand und finanziert mit Unterstützung der EU stellt sie eine tolle Möglichkeit für die fachlich hochwertige Ausbildung dar.

Im Rahmen des Vorbereitungsbesuchs wurde eine ganze Reihe von Projekten diskutiert: gastronomische Projekte auf bilaterialer und multilateraler Ebene, eine trilaterale Multiplikatorenweiterbildung, potentielle Zusammenarbeit in verschiedensten Bereichen mit dem ungarischen Partner, Outdoor education Projekte...Trotz der kleinen Gruppe war das verlängerte Wochenende sehr erfolgreich und arbeitsintensiv. Es wird sicher dazu führen, dass benachteiligte Jugendliche aus Niederschlesien sich mit Jugendlichen aus anderen Ländern treffen auch an Europa teilhaben können, statt wie so oft von solchen Programmen aufgrund ihrer Defizite ausgeschlossen zu werden. Damit bietet sich für sie eine Chance, ihre Problemlagen ein Stück weit zu überwinden oder zumindest für das Projekt zu vergessen und tolle persönliche und fachliche Erlebnisse zu gewinnen.

Weitere Informationen bei:
antje.leichsenring<@>krzyzowa.org.pl